Tag- und Nacht-Ausstellung im Schaufenster und in den Räumlichkeiten von Kaktus Münster e.V. und des IKMünster am Verspoel 7-8:
Lars Wentrup im Austausch mit Meryem Nur Yilmaz Garcia
Im Rahmen des Projekts „Erzähl mir deine Geschichte – ein multimediales Kulturprojekt“ präsentieren engagierte Jugendliche und Künstler*innen ihre Werke.
Die Vernissage am 10. Juli 2026 zeigte die ganze Bandbreite: Von Alpakas bis Avatar, vom Münsteraner Kopfsteinpflaster bis zu kosmischen Nächten! Und genau das macht diese Ausstellung so besonders: Hier zeigt sich, dass Jugend, Kultur und Demokratie keine sperrigen Begriffe oder Widersprüche sind, sondern zusammengehören. Verschiedenheit ist hier kein Hindernis, sondern das eigentliche Kunstwerk – eine Bereicherung. Kommt gerne vorbei!
Gäste, Ausstellende und Veranstalter der Ausstellung
Im Juli hat der Oberbürgermeister Tilman Fuchs Kaktus Münster e.V. und das IKMünster besucht. Begleitet wurde er dabei von einer Jugendgruppe, die im Rahmen des Projekts „Medien(t)räume“ – gefördert vom Bundesministerium des Innern im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – VOR ORT. VERNETZT. VERBUNDEN.“ – den Politiker vor Ort interviewte.
OB Tilman Fuchs mit dem Team von Radio Kaktus Münster e.V.
Unter der Leitung von Koordinatorin Türkân Heinrich und mit der Projektteilnehmerin Meryem Nur (19) nutzten die Jugendlichen die Gelegenheit zu einem angeregten Gespräch über Ehrenamt, Bildung sowie Kinder- und Jugendarbeit. Im Interview zeigte sich der Oberbürgermeister sichtlich beeindruckt von der Jugendarbeit des Radio-Kaktus Münster e. V. Zudem nahm er an einer Führung durch die historische Ausstellung des Internationalen Kinderspielzeugmuseums Münster teil und würdigte dessen Arbeit mit den Worten: „Ein toller Ansatz, um Geschichte erlebbar zu machen – zu lernen, wie frühere Generationen mit bestimmten Themen umgegangen sind, und immer wieder daran zu sehen, wie sehr sich unsere Gesellschaft verändert hat.“
Molla Demirel, Geschäftsführer von Kaktus Münster e. V. und Gründer des Internationalen Kinderspielzeugmuseums, hieß das Stadtoberhaupt herzlich willkommen. Er bedankte sich ausdrücklich bei Tilman Fuchs für dessen Besuch und die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit, die dort tagtäglich für die Völkerverständigung geleistet wird.
Die Ausstellung „Jugend, Kulturen, Demokratie – 24/7 Ausstellung im Schaufenster am Verspoel“ zeigt kreative Werke von engagierten Jugendlichen aus Münster und lokalen Kunstschaffenden. Im Zentrum stehen die ausdrucksstarken Arbeiten der jungen Erwachsenen Romy Baer, Tim Dieber, Tobias Hülsbusch, Hanna Samer und Meryem Nur Yilmaz Garcia. Begleitet werden sie von den Münsteraner Künstler:innen Lena Baldus, Lars Wentrup sowie Beate und Frank Volmering. Die gezeigten Werke umfassen unter anderem Illustrationen, Zeichnungen und Acrylmalereien. Ziel des Projekts ist es, Barrieren abzubauen und diesen jungen Stimmen im öffentlichen Raum Gehör zu schenken.
Kunst öffnet das Tor zur Demokratie: Die offizielle Eröffnung mit einer feierlichen Vernissage findet am Freitag, den 10. Juli 2026 um 17:00 Uhr am Verspoel 7–8 in den Räumen des Kaktus Münster e.V. und des IKMünster statt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Du willst im Radio moderieren, Videos drehen oder Social-Media-Content erstellen? Dann bist du bei uns richtig. Bei Radio-Kaktus Münster e.V. lernen wir voneinander und fördern deine Interessen in der sozialen Kultur- und Medienarbeit.
Das Team von Radio Kaktus Münster e.V.
Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegt uns am Herzen. Dir auch? Beteilige dich in unserem Kinderspielzeugmuseum sowie an unseren Kultur-, Kunst- und Social-Media-Aktivitäten!
Bei uns zählt deine Meinung wirklich. Deine Ideen werden nicht nur gehört, sondern auch umgesetzt: Die Projekte von Radio-Kaktus Münster e.V. und dem Internationalen Kinderspielzeugmuseum Münster sind vielfältig und durch die vielen verschiedenen Perspektiven und Arbeitsbereiche eine echte Bereicherung für deine Zukunft. Im Mittelpunkt steht bei uns immer der Mensch. Wir lernen voneinander. Erzähl deine Geschichte, verfolge eigene Ideen und arbeite mit professionellen Medien, um deine Stimme in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Teilnehmer:innen unserer Projekte werden aktiv in alle Arbeitsschritte miteinbezogen, so entdeckst du deine individuellen Fähigkeiten und entwickelst diese weiter. Du erhältst Einblicke in die Grundprinzipien der sozialen Kultur- und Medienarbeit und erlernst, was in der heutigen medialen Welt wirklich zählt!
Die Projekte von Radio Kaktus Münster e.V. und dem Internationalen Kinderspielzeugmuseum sind ein Grundstein für deinen weiteren Lebensweg – bewirb dich jetzt!
v.l.n.r. Angela Stähler, Molla Demirel, Stefan Weber
Das Internationale Kinderspielzeugmuseum Münster (IKMünster) sorgt aktuell für Aufsehen: Mit der Initiative „Spielzeug muss ins Gefängnis!“ setzt sich das Museum für neue Räumlichkeiten im historischen JVA-Gebäude an der Gartenstraße ein. Der Grund hierfür ist, dass der aktuelle Standort am Verspoel nicht barrierefrei ist und schlichtweg nicht mehr genug Platz für die stetig wachsende Sammlung bietet.
Auf diese Entwicklung ist nun auch die Lokalpolitik aufmerksam geworden: Bürgermeisterin Angela Stähler und CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber besuchten das Museum, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit des IKMünster zu machen. In Gespräch mit uns betonten beide die Bedeutung
von Kulturorten für das soziale Miteinander in einer Stadt mit Menschen aus über 160 Nationen. Stefan Weber brachte es auf den Punkt: „Ich glaube, dass Kultur immer Begeisterung zwischen Menschen schafft, ansteckt und etwas Verbindendes herstellt.“
Bürgermeisterin Stähler zeigte sich besonders angetan von der generationsübergreifenden Wirkung des Museums: „Unter einem Spielzeugmuseum habe ich zuerst etwas für Kinder vermutet – natürlich ist das auch für Kinder – aber ich finde, es ist vor allem auch ein Museum für ältere Menschen, weil so viel Geschichte dahintersteckt. Geschichten behält man viel besser, wenn man sie mit so etwas verbindet und nicht einfach nur liest.“
Damit ist das IKMünster eben mehr als eine „Kindersache“: Es bewahrt Geschichten und Schicksale hinter den Exponaten, weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten und bietet Einblicke in Spielkultur über Ländergrenzen hinaus. Im Gespräch heißt es abschließend: „Kultur ist etwas essenzielles, was immer vorangebracht und gestärkt werden muss. Man baut darüber Brücken und findet gemeinsames Interesse.“
Die Petition “Spielzeug muss ins Gefängnis” läuft weiterhin und kann online unterstützt werden. Alle Infos gibt es hier.
Stimmen der Herkunft – Die beteiligten Gäste und Organisator*innen
Am Samstag, 21. Februar, wurde das Stadtweinhaus Münster zum Ort der Sprachenvielfalt und kulturellen Begegnung. Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache hatten das Kommunale Integrationszentrum und Radio-Kaktus Münster e.V. mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Münsterland Ost zur Veranstaltung „Stimmen der Herkunft“ eingeladen. Ziel des Tages war es, deutlich zu machen, dass Sprache weit mehr ist als ein bloßes Kommunikationsmittel – sie ist Identität, Erinnerung und gesellschaftliche Teilhabe. Im Mittelpunkt stand die Ehrenauszeichnung des Journalisten und Dokumentarfilmers Osman Okkan, der für sein jahrzehntelanges Engagement im interkulturellen Dialog gewürdigt wurde.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von internationalen Beiträgen:
Das Duo Contraviento, Lorin Leylim Göze und die Gruppe Delnavasan bei der gemeinsamen Abschlussperformance
Das Duo Contraviento interpretierte lateinamerikanische Literatur musikalisch und brachte eigene Kompositionen ein. Die Gruppe Delnavasan präsentierte persische Klänge, während die Musikerin Lorin Leylim Göze Lieder auf Türkisch und Kurdisch sang. So spiegelte bereits das Programm die kulturelle Vielfalt wider, die im Zentrum der Veranstaltung stand.
Inhaltlich wurde der Abend durch mehrere Redebeiträge gerahmt. Frau Natalja Vaas eröffnete die Veranstaltung und betonte die politische Dimension des Internationalen Tages der Muttersprache. Im Anschluss sprach die Leiterin des Amtes für Migration und Integration, Helga Sonntag, über die gesellschaftliche Verantwortung von Kommunen im Umgang mit Mehrsprachigkeit.
Natalja Vaas, Vorsitzende des Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
Joachim Sommer, Osman Okkan und Dr. Michael Rainer (v.l.n.r.) im Gespräch
Statt einzelner Vorträge setzte der weitere Verlauf bewusst auf Dialog. In einer Gesprächsrunde diskutierten Dr. Michael J. Rainer, Vorsitzender von Radio-Kaktus Münster, Joachim Sommer, ehemaliger Leiter des Internationalen Zentrums „Die Brücke“, und der Ehrengast Osman Okkan über ihre Perspektiven auf Muttersprache und Mehrsprachigkeit.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Ehrung Okkans. Eingeleitet wurde sie durch einen Redebeitrag von Molla Demirel, der in seiner Ansprache betonte: „Integration beginnt nicht mit dem Vergessen der eigenen Sprache. Sie beginnt mit ihrer Anerkennung.“ Ein anschließender Kurzfilm zeichnete Okkans Lebensweg und Wirken nach, bevor Frau Lutz die Urkunde verlas und Joachim Sommer den Ehrenpreis überreichte. In seiner Laudatio würdigte Sommer insbesondere Okkans beharrliches Eintreten für Verständigung und Dialog zwischen Kulturen.
Ehrung von Osman Okkan (mitte) durch Nevin Lutz (links) und Joachim Sommer (rechts)
Mit langanhaltendem Applaus reagierte das Publikum auf die Auszeichnung. Beim anschließenden Beisammensein kamen die Gäste ins Gespräch – einige, wie Okkan selbst anmerkte, nach Jahrzehnten erstmals wieder. So wurde auch über das offizielle Programm hinaus deutlich, was die Veranstaltung erreichen wollte: Stimmen der Herkunft hörbar machen und Begegnung ermöglichen.
jedes Jahr wird am 21. Februar der Welttag der Muttersprache gefeiert. Das Kommunale Integrationszentrum Münster und Radio-Kaktus Münster e.V. laden deshalb herzlich zur Veranstaltung Stimmen der Herkunft ein. Freuen Sie sich auf inspirierende Redebeiträge, stimmungsvolle Musik und leckere Köstlichkeiten.
Am 21. Februar 2026 von 11:00 -14:00 Uhr
Im Rathausfestsaal im Stadtweinhaus, Prinzipalmarkt 6-7, 48143 Münster
Redebeiträge:
Natalja Vaas, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration der Stadt Münster
Michael J. Rainer, ehem. Cheflektor LIT Verlag /Vorsitzender des Radio-Kaktus e.V.
Osman Okkan, Gründungsvors. des Türk. Arbeiter- und Studentenvereins Münster und KulturForumTürkeiEuropa, Köln
Joachim Sommer, ehem. Leiter des Internationalen Zentrums Die Brücke der Universität Münster
Molla Demirel, Gründer Internationales Kinderspielmuseum Münster
Musikalische und künstlerische Begleitung:
Neva Hadipour und Olaf Götze, Navaa
Isabell Lipthay und Martin Firgau, Duo Contraviento
Nedim Şahin
Ehrenauszeichnung für Osman Okkan vom Ausschuss für Chancengleichheit und Integration der Stadt Münster
und Radio Kaktus e.V.:
Kurzfilm über Osman Okkan, ehem. WDR-Redakteur und Dokumentarfilmer
Ehrung: Nevin Lutz und Joachim Sommer
Die Veranstaltung ist kostenlos und bedarf keiner Anmeldung! Rückfragen beantwortet das Kommunale Integrationszentrum: Veronica Musardo, 0251 492 7094, musardo@stadt-muenster.de.
Inmitten der Hektik des Alltags lädt uns die nahende Weihnachtszeit ein, innezuhalten, eine kurze Auszeit zu nehmen und das wirklich Wichtige nicht aus den Augen zu verlieren. Denn es sind diese kleinen, stillen Momente, die uns prägen. Damit die Völker der Welt nie wieder die Verwüstung des Krieges erleben müssen und in Freundschaft und Brüderlichkeit zusammenleben können, dürfen wir nicht vergessen, dass die Kultur, die uns von den Kindern vergangener Jahrhunderte überliefert wurde, die Zukunft erhellen wird. Deshalb hält das Internationale Kinderspielzeugmuseum seine Türen für Sie offen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen die Möglichkeit, sich Zeit für sich und Ihre Kinder zu nehmen, dem Wichtigen Raum zu geben und voller Zuversicht in die Zukunft zu blicken.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!
Im Namen der Team des Internationalen Kinderspielzeugmuseums Münster und des Radio-Kaktus Münster e.V.
– Molla Demirel
Hinweis:
Vom 24.12.2025 – 04.01.2026 Hat das Internationale Kinderspielzeugmuseum Münster geschlossen
„Gegenwelten in der Romantik“: Mit dem Gedicht „Mit dem Morgenwind“ ist auch der in Münster lebende Autor Molla Demirel vertreten
Der Schriftsteller und Lyriker Molla Demirel, der seit vielen Jahren in Münster lebt, ist mit einem eigenen Text in einem aktuellen Schulbuch des renommierten Verlags Westermann vertreten. Das Lehrwerk „Unterrichtsmodell: Gegenwelten in der Romantik“ wird bundesweit im Deutschunterricht der Sekundarstufe eingesetzt.
Im thematischen Zusammenhang romantischer Motive und ihrer Wirkung bis in die Moderne findet sich Demirels Gedicht „Mit dem Morgenwind“ (2001) im Inhaltsverzeichnis des Buches. Damit steht sein Werk neben Texten kanonischer Autoren wie Franz Kafka, Georg Heym, Johann Ludwig Tieck, Joseph von Eichendorf, Wolfgang Gotte, E.T.A. Hoffmans, Clemens Brentano, Achim von Arnim, Abert Stifter, oder Annette von Dorste- Hölshoff und schlägt eine Brücke zwischen klassischer Literatur und zeitgenössischer Lyrik.
Geboren wurde Molla Demirel in einem Bergdorf der türkischen Provinz Malatya. Seit Jahrzehnten ist Münster sein Lebensmittelpunkt. Neben seiner literarischen Arbeit engagierte er sich hier auch kulturell: So gründete er das Internationale Kinderspielzeugmuseum sowie das Medienbildungszentrum Radio Kaktus Münster e.V. Zudem organisierte er mehrere Fotoausstellungen, mit denen er Einblicke in Kultur und Alltag der Türkei vermittelte.
Die Aufnahme in ein Schulbuch versteht Demirel als besondere Anerkennung seiner Arbeit. Zugleich sieht er darin eine Verantwortung, literarische Themen wie Sehnsucht, Natur und innere Bewegung – zentrale Motive der Romantik – weiterzuentwickeln und für neue Generationen zugänglich zu machen.
Liebe Freundinnen und Freunde des Internationalen Kinderspielzeugmuseum Münster,
wir möchten uns bei allen bedanken, die unser Museum mit alten Spielsachen und anderen Ausstellungsstücken bereichert haben! Deshalb laden wir alle Spender*innen zu einem Zusammenkommen am 20.12.2025 um 14:00 Uhr zu uns im Verspoel 7-8 ein. Es gibt Getränke und Snacks. Gerne können auch Kinder und Enkelkinder mitgebracht werden.
Wenn Sie kommen möchten, sagen Sie uns bitte bis zum 17.12. bescheid, per E-Mail an ikmuenster (at) gmx.de, oder telefonisch unter der Nummer 0251 666377.
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