Kulturwind

kulturwind„Frieden der Kulturen“. Dass dieses Motto gelebt wird, haben Künstler, Musiker und Autoren aus aller Welt bei einer Friedensveranstaltung von Kaktus Münster e.V. eindrücklich bewiesen. Zahlreiche Besucher haben an der Veranstaltung teilgenommen; von der zweiten Etage bis vor die Eingangstüren draußen reichte die Schlange der Menschen, die die künstlerischen, musikalischen und literarischen Beiträge für ein friedliches Miteinander erleben wollten. Auch Vertreter aus der Politik, wie Theo Knetzger, Marianne Koch und Richard Halberstadt waren anwesend. Und der starke Andrang war begründet: Nach den Begrüßungsworten des Geschäftsführers von Kaktus Münster e.V., Molla Demirel, sowie des Vorsitzenden des Integrationsrats Münster, Dr. Lütfü Yavuz, der die engagierte Vereinsarbeit lobte, haben die Erzählungen und Gedichte von Kemal Yalcin die Zuhörer gefesselt. Er berichtete von dem Schicksal armenischer und jesidischer Minderheiten und trat so für Solidarität und Verständigung mit unterdrückten Völkern ein. Auch die Autorin Cahide Özer, die eigene Gedichte auf Deutsch und Türkisch vortrug, sowie die orientalischen Klänge auf der Ud von  Samir Saleh Svuk, der vor seiner Flucht in Syrien Radiomoderator war, haben zu einem gelungenen Kulturevent beigetragen. Als Highlight des Abends wurde der Saz-Künstler Nedim Sahin spontan durch den Gesang der 13 jährigen Aya unterstützt, die erst vor einem Jahr mit ihrer Familie aus Syrien nach Münster floh. Durch ihr Lied über das Leid der Vertriebenen hat sie das Publikum berührt und großen Applaus geerntet. Für ein friedliches Miteinander und gegen Krieg setzten sich auch die Musiker Isabel Lipthay, Martin Firgau und David Heinrich durch musikalische Beiträge ein. Zum Ausklang des Abends hatten die Besucher die Möglichkeit, sich mit den Kunstschaffenden auszutauschen und die Ölmalereien von Gülen Ilhan, Lucyna Baron und Miriam sowie die des syrischen Künstlers Fouad Kayalee zu begutachten, der vier Monate nach seiner Flucht durch seine Bilder ein Stück seiner Lebenswirklichkeit für die Öffentlichkeit zugänglich machen möchte.
Alle gemeinsam verkündeten die Kunstschaffenden an diesem Abend eine wichtige Botschaft: Selbst Menschen, die durch Krieg heimatlos geworden sind und durch die Flucht vieles aufgeben mussten, kann man nicht um die Möglichkeit bringen, sich durch Kunst, Musik und Literatur auszudrücken und durch diese für mehr Frieden in der Welt einzustehen.
Jeder, der sich an dieser Friedensbotschaft beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, noch bis zum 24.02. die Ausstellung in den Kulturräumen des Kaktus Münster e.V., Verspoel 7-8, 48143 Münster, zu besuchen.

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