Fluchtpunkt Kunst

Zeitung 01Herzlich lädt Kaktus Münster e.V. alle Kultur- und Kunstinteressierten und sozial Engagierten zur Vernissage Fluchtpunkt Kunst am Mittwoch, 24.02.2016 um 19 Uhr in der LWL-Bürgerhalle (Freiherr-vom-Stein-Platz 1) ein. Ausgestellt werden Malereien und Skulpturen der internationelen Künstlerinnen und Künstler Helga Polzin, Osman Polat, Gholam Ghanizadeh und Michaele Zopp und Dore Miething-Buschmann, Ehrengast der Ausstellung. Alle KünstlerInnen unterschiedlicher Herkunft verbindet eines:

Die Kunst als Ausdruck von Vollständigkeit. Mit anderen Worten spiegelt ihre Kunst den Ist-Stand unserer Gesellschaft wieder und zeigt Lücken auf, die es im Kollektiv im Sinne eines friedlichen Füreinanders zu schließen gilt. So setzt sich Dore Miething-Buschmann (geb. 1940), deren Eltern bereits beide Künstler waren, auf ihre Weise mit Frieden auseinander, indem sie Aquarelle vor Ort malt. Es sind öffentliche Räume, die auch zur Zeit der Friedensverhandlungen schon eine Rolle spielten, so dass der Betrachter bei seinem Rundgang durch die Ausstellung den historischen Orten in ihrer heutigen Erscheinungsform begegnet. Der Betrachter der gemalten Idyllen begegnet also gleich vor Ort der Realität im Zentrum der Stadt Münster und hat Gelegenheit durch die Bilder eine neue, weil fremde Sicht von seiner vertrauten Umgebung zu gewinnen. Ungewöhnliche und unerwartete Perspektiven verleihen den Bildern einen ganz anderen Blickwinkel. So scheute Miething-Buschmann keine Mühen, mit ihrer Ausrüstung den Lamberti-Kirchturm zu erklimmen und Münsters gute Stube aus der Vogelperspektive darzustellen. Ein anderer Einblick über die Dächer der Stadt verschaffte sie sich von den Stadthäusern I und II an der Klemensstraße und am Ludgeriplatz. Hoch über Münster hat sie die Lebensadern und Harzkammern unserer Stadt gemalt, die die Stadt andeutet, zeigt Straßen, Plätze, die sie von der Lambertikriche aus der Vogelperspektive differenziert beobachtet hat, wodurch sie ein lebendiges Kulturviertel gemalt hat.

Den musikalischen Rahmen zur Ausstellung mit der Ud (orientalische Kurzhalslaute) bietet Samir Safok, der erst vor wenigen Monaten aus seiner Heimat Syrien fliehen musste.

Begrüßt werden Sie von Dr. Michael J. Rainer, erster Vorsitzender des Kaktus Münster e.V., der auch zum gemeinsamen Rundgang und Dialog mit den KünstlerInnen vor Ort in einer festlichen Atmosphäre herzlich einlädt.

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