Im Galopp nach Bochum

Münsteraner Schriftsteller Molla Demirel liest für Kinder: Im Rahmen der alljährlichen Mitgliederversammlung des Schriftstellerverbands NRW wurden auch in diesem Jahr wieder Lesungen für Mitgliedsautoren und -autorinnen an Schulen und Bibliotheken in verschiedenen Städten organisiert. Auch der Münsteraner Schriftsteller und Dichter Molla Demirel, Geschäftsführer des freien Trägers der Kinder- und Jugendhilfe „Kaktus Münster e.V.“, wird seit 30 Jahren dazu eingeladen. Seine Geschichten, Erzählungen und Gedichte wurden bereits in verschiedenen Lehrbüchern für Schulen und als Handreichungen für Lehrer:innen veröffentlicht. In diesem Jahr las Molla Demirel an der Friederika-Grundschule in Bochum aus dem Märchenbuch „Elif und die Pferde“ für die dritte und vierte Klasse und philosophierte mit den Kindern über Liebe und Freundschaft. Die Schulleitung lud Molla Demirel für eine weitere Lesung nach den Herbstferien ein und hob seine Methodik wertschätzend hervor, die Kinder während der gesamten Veranstaltung aktiv mit einzubeziehen.

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Traumata erben – Lesung

Der Kaktus Münster e.V. legt gemeinsam mit seinem Kooperationspartner dem Internationalen Kinderspielzeugmuseum Münster in freundlicher Unterstützung durch das Kommunale Integrationszentrum Münster allen Interessierten folgende Veranstaltung des Center for Literature – Burg Hülshoff und dem Studio Marshmallow am Samstag, 24.09.2022 ab 11 Uhr  ans Herz:.

Wie gemeinsam erinnern?

Erben wir das Trauma oder formen wir es selbst? Auf der Suche nach Antworten treffen wir uns am historischen Rathaus auf dem Prinzipalmarkt in Münster. Von dort aus geht es mit den Macher*innen der Reihe wie wir Traumata erben Nina Reiprich und Dan Thy Nguyen von Studio Marshmallow in die Seitenstraßen der Altstadt. In den Räumen des interkulturellen Vereins Radio-Kaktus Münster e.V. im Verspoel 7 – 8 kommen wir ins Gespräch mit Birgül Demirtaş und Adelheid Schmitz. Beide arbeiten an einem Sammelband über den Brandanschlag von Solingen. Sie lesen Texte daraus und berichten über die Entstehungsgeschichte des Buchs. Am 29. Mai 2023 wird sich der rassistische Brandanschlag in Solingen zum dreißigsten Mal jähren. Im Sammelband von Birgül Demirtaş, Adelheid Schmitz, Çagri Kahveci und Derya Gür-Seker kommen Überlebende des Anschlags und ihre Familienangehörigen zu Wort. Auch Zeitzeug*innen und weitere Betroffene rassistischer und rechter Gewalt in Deutschland haben Texte zum Thema geschrieben. Weiterlesen

Raum für Orientierung

Im Rahmen der Vocatium Münster, einer Fachmesse für Ausbildung und Studium, machten Nachwuchs-Ehrenamtliche des Radio-Kaktus Münster e.V. und seines Kooperationspartners, des Internationalen Kinderspielzeugmuseums Münster (IKMünster) einigen der rund 3.200 Jugendlichen auf der Messe Lust auf Engagement und Praxiserfahrungen im sozialen und medialen Bereich. Praktikumsmöglichkeiten und aktuelle Projekte im Bereich der Sozialarbeit durch Kunst, Kultur und Medien wurden vorgestellt, durch die junge Menschen persönliche und berufliche Orientierung gewinnen können, Kompetenzen verfeinern und zu sozialem Engagement ermutigt werden  – mit Gleichaltrigen im interkulturellen Austausch. Die beiden Einrichtungen im Herzen Münsters regen mit ihren vielfältigen kreativen Angeboten dazu an, dem von der Gesellschaft gespiegelten Leistungsdruck zu widerstehen. So erfuhren die jungen Menschen am Stand des Radio-Kaktus und des IKMünster nicht vordergründig etwas über Gehälter oder benötigte Abschlüsse, sondern tauschten sich darüber aus, was ihnen Spaß macht, welche Dinge sie noch ausprobieren möchten, wie und mit wem sie gerne ihr (Arbeits-) Leben gestalten möchten und in welchem Umfeld sie sich wohlfühlen. Vieles von dem, was die Schülerinnen und Schüler sich wünschen, findet sich im Tätigkeitsbereich der beiden Kooperationspartner wieder. Weiterlesen

Zeitlose Spielzeugkultur

Kürzlich hieß es für Kulturbegeisterte wieder: Schauraum-Zeit. Drei Tage und Nächte verwandelte sich Münster in eine Bühne für Kunst, Kultur und Stadterleben. Den  Höhepunkt bildete wie immer die Nacht der Museen und Galerien: Verschiedenste Ausstellungsorte präsentierten bis in die Nacht ihre Programme; es gab Sonderausstellungen sowie kostenlose Rundgänge und Touren zu kulturellen Hotspots. Natürlich mit dabei: Das Internationale Kinderspielzeugmuseum Münster – die Molla Demirel Kulturstiftung (IK Münster). Los ging es hier mit einer gut besuchten historischen Museumsschnitzeljagd für Kinder, bevor zu späterer Stunde vor allem Nostalgiker:innen und im Herzen Kindgebliebene der älteren Generation vor den zahlreichen Vitrinen in Erinnerungen schwelgten.

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Kaktus-Live-Radio

Der Radio-Kaktus Münster e.V. bespielte in Unterstützung des Medienforums Münster und weiteren Partnern den öffentlichen Raum und lud zum Reinschnuppern ein. Wer sind eigentlich die Menschen, die Woche für Woche mit ihren Gästen abends zuverlässig den Bürgerfunk in Münster gestalten, die Inhalte erstellen für den 24/7-Online-Stream „webradio-muenster.de“ und Antenne Münster sowie die Mediathek der Bürgermedienplattform NRWision mit qualitativ hochwertigen Beiträgen füllen? Wer engagiert sich auf allen diesen Kanälen für die Stadt, die Menschen und deren Themen aus lokaler Kultur, lokaler Politik und des gesamten Stadtgeschehens?

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Engagement für Kinder

Neue Gesichter, neue Stimmen, neue Radiosendung!
In unserem heutigen Interkulturellen Magazin kommen unter anderem diese vier zu Wort: Oberbürgermeister Markus Lewe, Christoph Tiemann, Ewa Bäumer und Torben Oberhellmann setzen sich für Kinder ein. Die Fachberatungsstelle des Kinderschutzbundes Münster wurde 30. und unsere Jugendredaktion war zum Jubiläum eingeladen. Hört heute Abend, welche Eindrücke die Kakteen mitgebracht haben.
Wir haben heute Abend außerdem eine Rückschau für euch vorbereitet zu unserem Event im Cinema Münster, das wir kürzlich mit vielen internationalen Gästen veranstaltet haben: 60 Jahre deutsch-türkische Einwanderungsgeschichte.

„Integration war ein Fremdwort“

Filmvorführung und Buchbesprechung: Lange zeigten deutsche Fernsehsender kein Interesse – nun kam „Auf nach Almanya“ gleich ins Kino. Die Dokumentation wurde zeitgleich mit dem Sammelband „Migration – Arbeit – Utopie“ in Münster vorgestellt.
Vor rund 60 Jahren begann mit dem Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei eine Einwanderungsgeschichte, deren soziale, wirtschaftliche und politische Dimensionen noch heute das Schicksal der Nachfolgegenerationen der sogenannten Gastarbeiter prägen.
Zum Anlass dieses historischen Jubiläums veranstaltete der interkulturelle Verein Radio-Kaktus Münster e.V. in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum Münster und dem Integrationsrat der Stadt einen Kulturabend mit bewegenden Impressionen und Zeitzeug:innenberichten:
Im Cinema Münster feierte die Dokumentation „Auf nach Almanya“ der Regisseurin Gülsel Özkan Kinopremiere, in der generationenübergreifend bekannte Persönlichkeiten wie die Politikerin und Bundesverdienstkreuzträgerin Dr. Lale Akgün oder der ehemalige FC Bayern-Spieler Hamit Altıntop zu Wort kommen. Eindrücklich schildern sie die Anstrengungen türkeistämmiger Menschen beim Ankommen in einer neuen Heimat, die sie nicht immer willkommen hieß. Dass so viele bleiben würden, hätte damals niemand geahnt. Strengen Lese-, Schreib- und Gesundheitstests hatten sich die angeworbenen Fachkräfte damals zu unterziehen; ein Vorgehen, dass auch Maria Winkel, Bürgermeisterin der Stadt Münster (SPD), erschüttert hat, wie sie in ihrer Eröffnungsrede gestand. „Die Bundesrepublik hat erhebliche Bedingungen an die Einwanderer gestellt. Deutschland hat dafür gesorgt, dass tatsächlich nur Leute hierher kommen, die tüchtig arbeiten können.“

Ankommen

Seht euch unser neues Video an!

Wie fühlt es sich an, in einem Land neu anzukommen? Vor welche Herausforderungen stellt das junge Menschen und mit welchen Mitteln und Wegen finden sie sich zurecht? Das war Thema bei einer Vortragsreihe von Schüler:innen der Klasse IFG21 des Anne-Frank-Berufskollegs, zu der die Radio-Kaktus-Jugendredaktion eingeladen war. Im Rahmen des Projekts „Eine Jugendwelt – Chancengleichheit durch Kultur & Medien“ begleiteten unsere Projektteilnehmenden die Veranstaltung multimedial.

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Münsters Kinderspielzeugkultur in Izmir

Die führendsten Wissenschaftler:innen der Bereiche Philosophie und Kunst kamen auf dem fünf-tägigen  Klaros Philosophie- und Kunstfestival in Izmir (Türkei) zusammen. Es gilt als das größte Philosophie-Symposium der Türkei. Die Organisator:innen dieses wissenschaftlichen Events Dr. Osman Sirkeci und Prof. Dr. Kamuran Ebayoğlu – Vorstandsmitglieder der Klaros Philosophie Akademie –  zeigten sich begeistert über die rege Teilnahme vor allem auch von Forscher:innen und Kulturschaffenden aus aller Welt – so auch auf Einladung über die Teilnahme des Münsteraner Autoren und Gründers des Internationalen Kinderspielzeugmuseums Münster (IKMünster) Molla Demirel in Begleitung der Erziehungswissenschaftlerin Natalia Krukov, die das Angebotsspektrums des IKMünsters und dessen Kooperationsbeziehungen zur Nazim Hikmet Bibliothek in Moskau einem breiten Publikum mit Filmbeiträgen präsentierte. M. Demirel ging in seinem Vortrag auf die Rolle kindgerechter philosophisch-pädagogischer Methoden ein. Weiterlesen

Faszination historischer Kinderspielzeuge

Das Internationale Kinderspielzeugmuseum (IKMünster) – Molla Demirel Kulturstiftung und sein Kooperationspartner Radio-Kaktus Münster e.V.  dienten als letzte Station für das Erlangen eines Museumsführerscheins der Klasse 6b des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums unter Begleitung ihrer engagierten Lehrerin Lisa Gorschlüter. Hierzu hat sich die Klasse auf den Weg gemacht, um jegliche Museen in Münster zu besuchen. Begeistert gingen die Kinder durch die thematisch eingeteilten Bereiche des IKMünster  und erhielten Einblicke in verschiedene historische Epochen von Spielzeugkulturen in Münster. Die Kinder interessierten sich vor Allem für die Puppe „Inga“ (1923), welche in der  Zeit der ehemaligen DDR über die Grenzen von Ost- zu Westdeutschland in Einzelteilen geschmuggelt wurde, um sie an ihre Besitzerin zu übergeben.  Nun ist sie ein Highlight des Museums als die größte ausgestellte Puppe.

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